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Pressemitteilung
Nr. 12/09
22. November 2009
Bildungsstreik: BDP gegen Verschlechterung der Psychologie-Hochschulausbildung
Der BDP unterstützt die Forderungen der Studierenden, die Studienbedingungen
an den Hochschulen zu verbessern, die Qualität der Ausbildung zu erhalten
und die Studierbarkeit der neuen Studiengänge Bachelor und Master zu gewährleisen.
Der Versuch, die Vorgaben des Bologna-Prozesses unter den Bedingungen chronisch
unterfinanzierter Hochschulen umzusetzen, führt gegenwärtig zu einer
Gefährdung der Ausbildungsqualität und zu einer Überforderung
von Studierenden und Lehrenden.
Es muss Ernst gemacht werden mit den Ankündigungen der politisch Verantwortlichen,
den Bildungsaufgaben und Bildungsinvestitionen Priorität zu geben.
Die Einführung international vergleichbarer Studiengänge kann nur
bei vergleichbaren Studienbedingungen zu der gewünschten international
gleichwertigen Ausbildungsqualität führen. Dabei müssen die spezifischen
Anforderungen des Fachs Psychologie erfüllt werden. Die verantwortungsvolle
Anwendung der Erkenntnisse der wissenschaftlichen Psychologie in allen gesellschaftlichen
Aufgabenfeldern setzt voraus, dass die Studiengänge weiterhin die erforderliche
Breite und Tiefe des Wissens und der Methodenkompetenz vermitteln.
Eine "Verschlankung" des Studiums , wie sie von einigen Ministerien
propagiert wird, ist für das Fach Psychologie, das sich an nationalen und
internationalen curricularen Standards und konkreten beruflichen Anwendungsfeldern
orientiert, aus Sicht der Berufspraktikerinnen und Berufspraktiker und der Studierenden
bedrohlich.
Unverzichtbar ist auch die Forderung nach einer ausreichenden Zahl von Studienplätzen
in Master-Programmen. International ist eine mindestens fünfjährige
Hochschulausbildung Voraussetzung für die eigenverantwortliche Berufsausübung
als Psychologin/Psychologe und für eine wissenschaftsgeleitete Fortentwicklung
der Berufspraxis.
Neben den Verbesserungen der personellen, räumlichen und finanziellen Ausstattung
sind Verbesserungen auf der Organisationsebene erforderlich. Der BDP steht für
solche Fragen gerne beratend zur Verfügung.
Verabschiedet von der Delegiertenkonferenz des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen
und Psychologen am 22. November 2009 in Hamm.
Der BDP vertritt die Interessen
des Berufsstandes, dem rund 58.000 praktizierende Psychologinnen und Psychologen
angehören.
Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Frau Starovic, stellv. Pressesprecherin
Tel. 030 - 209 166 620
Fax: 030 - 209 166 680
E-Mail: Z.Starovic@bdp-verband.de
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